Es gibt drei Arten von Frauen: die schönen, die intelligenten und die Mehrheit, hat Rainer Werner Fassbinder einmal bemerkt.
Gestern war – wie so oft - mehrheitlich die 'Mehrheit'* anwesend, beim Selbstinszenierungsabend einer Personalleasingfirma, zum dem mich ein Arbeitskollege vergattert hatte.
Ab Donnerstag ändert sich alles…für dich, hatte er im Vorfeld immer wieder gesagt. Schließlich hatten sich für diesen Event 300 Frauen angemeldet. Für ihn war klar, dass eine für mich dabei sein würde…
(Willkommen in der Welt der Illusion, sag ich nur).
Das Beinespreiz-Syndrom
Aber diese 'Mehrheit' ist halt nur
seine Zielgruppe, die auf sein gesetztes Auftreten mit Teddybärblick (mit blauen Augen) und direkten Brachialfragen ("Schnakselst du gerne?") kichernd und anhimmelnd abfährt. Nicht selten löst er in dieser Zielgruppe auch das Beinespreiz-Syndrom aus.
Für mich war der Abend einfach nur ein neuerlicher Beweis, dass ich auf 99,9 % der 'Mehrheit' überhaupt keine Anziehung ausübe. Da kann ich scherzen soviel ich will. Aber wenn kümmert’s. Gegen den Gipfel zu ist die Luft nun mal dünner. Hier begegnet man nicht mehr so vielen Menschen, mit denen es kommunikationsmäßig oder zwischenkörperlich fließt.
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Mehrheit soll hier nicht abwertend verstanden werden. Denn es gab in dieser Mehrheit sehr wohl auch Hübsche…aber es fehlte dieser Mehrheit u.a. irgendwas Ausstrahlungsmäßiges (lapidar gesagt).
Selbst mein womanizender Kollege meinte heute resümierend: Der Abend war ein Sch…Was wollen diese Frauen eigentlich?
Na, wenn er es nicht weiß, wer dann.
Für mich war es jedenfalls jene Mehrheit, die auf typische Männerstereotype, wie sie mein Kollege bedient, reagiert.
Früher wäre so ein Abend Grund für endlose Frustration gewesen, heute ist er eine Posse, über die ich lachen kann