Die Arschlochkarte

Tut mir leid, es sind nur mehr Arschlochkarten übrig. Es muss wohl die Gier gewesen sein, unbedingt 1964 auf die Erde kommen zu wollen, dass ich dem Alten diesen Lebensentwurf aus den Händen gerissen habe, ich Depp.
Ja, macht nichts. So schlimm wird es schon nicht werden. Wenn ich erst mal auf der Erde bin, werde ich es mir schon irgendwie richten. Freilich. Gewaltiger hätte ich mich nicht irren können.
Aus einer Arschlochkarte wird nun mal kein Joker.
(Kommt mir jetzt bloß nicht mit positivem Denken, Arrrgh! Ein alter klappriger VW-Käfer mutiert nicht einmal ansatzweise zu einem schnittigen Ferrari, bloß, weil ich ganz ganz positiv daran denke oder mir zumindest mein Hirn mit einem knallroten mentalen Klecks ausmale...)

Vielleicht hätte ich mich in einem Sonnenschein-Leben wieder gefunden, in dem ich wie ein buntes Kügelchen durch das Kaleidoskop purzeln würde – mit Superfrau, Kindern und einem Haus wie aus den Hochglanz-Architektenpornos (Insiderjargon für Architekturmagazine), wenn ich dem Alten den Stinkefinger gezeigt hätte: Dreh die Arschlochkarte einem anderen Dummen an, ich versuch es nächstes Jahr wieder.

Beim nächsten Mal werde ich meine Reinkarnationsgeilheit jedenfalls zu zügeln wissen. Vielleicht kommt sie nach diesem Leben ohnedies nicht mehr auf.
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