E-Mail von S.
01:06 Uhr I Nachtsichtung in meiner Mailbox:
Überraschend eine Antwort erhalten von S. auf meine Mail vor zwei Wochen nach der Begegnung auf dem Ball. Erbauende Worte, ich freue mich sehr, aber ich kann sie nicht einordnen.
[...]P., dein Denken und deine Gefühle sind unsagbar rein und ehrlich. Du bist ein ganz wertvoller und wunderbarer Mensch.(1) Du musst nur noch die Kraft entwickeln, alles auch außerhalb deines Kopfes zu (er)leben.(2) Glaub an dich! Du bist unsagbar stark, wenn du es nur zulässt.(3) [...]
(1)…aber scheinbar nicht wunderbar genug, dass sich eine Frau wie du für ein Leben mit mir entscheiden könnte.
(2)…hab ich diese etwa Liebe nur aus dem Kopf gelebt? Ich hab mich auf eine mir bisher verborgen gebliebene Art und Weise gespürt und erfahren…mein Herz hat sich wie eine Blüte geöffnet. Vielleicht resultiert der Eindruck, dass ich zu sehr im Kopf bin auch aus meiner gelegentlichen körperlichen Unsicherheit, die daher kommt, dass in meinen Leben die sexuelle Kontinuität fehlt.
(3)…ist nicht immer leicht, wenn die Lebenssituation letztlich immer gleich bleibt (frauenlos). Ok, geistig ist in den letzten Jahren sicher ein Sprung nach vorne gelungen, aber bei den Frauen? Ich sitze nach wie vor auf der Reservebank des Lebens und bin meist nur zum Zuschauen verdonnert. Da hilft das ganze Wollen, Hoffen und Starksein nichts. Und immer, wenn ich dachte, jetzt bin ich endlich im Spiel, ich geb' mein Bestes, war es auch schon wieder vorbei. Klar, dass die Selbstzweifel zu nagen beginnen.
Waren das die Gründe, warum unsere Liebe erlosch oder überhaupt nie zu einer Flamme wurde?
Haben wir uns innerlich gegenseitig völlig anders erfahren, vorbei an der Wirklichkeit? Oder war das die Wirklichkeit und nur ich hab' sie völlig anders erlebt?
Spätnächtliche Nachdenkbemühungen, die zu nichts führen…das Denken verheddert sich…
Überraschend eine Antwort erhalten von S. auf meine Mail vor zwei Wochen nach der Begegnung auf dem Ball. Erbauende Worte, ich freue mich sehr, aber ich kann sie nicht einordnen.
[...]P., dein Denken und deine Gefühle sind unsagbar rein und ehrlich. Du bist ein ganz wertvoller und wunderbarer Mensch.(1) Du musst nur noch die Kraft entwickeln, alles auch außerhalb deines Kopfes zu (er)leben.(2) Glaub an dich! Du bist unsagbar stark, wenn du es nur zulässt.(3) [...]
(1)…aber scheinbar nicht wunderbar genug, dass sich eine Frau wie du für ein Leben mit mir entscheiden könnte.
(2)…hab ich diese etwa Liebe nur aus dem Kopf gelebt? Ich hab mich auf eine mir bisher verborgen gebliebene Art und Weise gespürt und erfahren…mein Herz hat sich wie eine Blüte geöffnet. Vielleicht resultiert der Eindruck, dass ich zu sehr im Kopf bin auch aus meiner gelegentlichen körperlichen Unsicherheit, die daher kommt, dass in meinen Leben die sexuelle Kontinuität fehlt.
(3)…ist nicht immer leicht, wenn die Lebenssituation letztlich immer gleich bleibt (frauenlos). Ok, geistig ist in den letzten Jahren sicher ein Sprung nach vorne gelungen, aber bei den Frauen? Ich sitze nach wie vor auf der Reservebank des Lebens und bin meist nur zum Zuschauen verdonnert. Da hilft das ganze Wollen, Hoffen und Starksein nichts. Und immer, wenn ich dachte, jetzt bin ich endlich im Spiel, ich geb' mein Bestes, war es auch schon wieder vorbei. Klar, dass die Selbstzweifel zu nagen beginnen.
Waren das die Gründe, warum unsere Liebe erlosch oder überhaupt nie zu einer Flamme wurde?
Haben wir uns innerlich gegenseitig völlig anders erfahren, vorbei an der Wirklichkeit? Oder war das die Wirklichkeit und nur ich hab' sie völlig anders erlebt?
Spätnächtliche Nachdenkbemühungen, die zu nichts führen…das Denken verheddert sich…
2 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
goldfederchen - 3. Mrz, 14:33
Es sagte vor einiger Zeit mal eine Freundin zu mir, dass man nur dann einen anderen Menschen wirklich lieben kann, wenn man sich selber wirklich liebt. Und dass man für sein eigenes Leben begreifen muss, dass man das, was man für sein eigenes Glück braucht, nur von sich selber bekommen kann.
Ich habe oft darüber nachgedacht und letztlich denke ich, dass sie in der Tat recht hat.
Aber die Zweifel sind mir auch geblieben, "Ich bin nicht gut genug". Verzweifle nicht daran, Du bist nicht allein.
Ich habe oft darüber nachgedacht und letztlich denke ich, dass sie in der Tat recht hat.
Aber die Zweifel sind mir auch geblieben, "Ich bin nicht gut genug". Verzweifle nicht daran, Du bist nicht allein.
lovehunter - 4. Mrz, 13:16
Mir gefällt in diesem Zusammenhang auch das Bild von Osho. Er sagt sinngemäß, Menschen, die die Liebe bei einem anderen suchen, weil sie darin die Erfüllung zu finden hoffen, sind im Grunde genommen Bettler. Und meist betteln sich zwei Menschen gegenseitig an und es ist der Beginn von Abhängigkeit. Das ist eben das Trugbild, zu glauben, man findet im Außen, was einem im Inneren fehlt.
Der Weg zu sich selbst ist nicht gerade eine 3-spurige Autobahn :-)), aber ich glaube auch, es ist die einzige Möglichkeit aus der Abhängigkeit, die letztlich immer wieder zu Schmerzen führt, heraus zu kommen.
Der Weg zu sich selbst ist nicht gerade eine 3-spurige Autobahn :-)), aber ich glaube auch, es ist die einzige Möglichkeit aus der Abhängigkeit, die letztlich immer wieder zu Schmerzen führt, heraus zu kommen.



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