Haltestelle "Traumende"

Eine Millisekunde des Zögerns…tiefer Augen-Blick...die Straßenbahn ruckelt…dann küsst sie mich leidenschaftlich. Einige Sekunden Ewigkeit. Sie durchflutet mich, reißt meinen Damm der Traurigkeit fort…aus den Glutnestern unserer vergangenen Liebe steigt eine Stichflamme empor. Das Glück leuchtet auf. Ich möchte sie noch fester an mich drücken...rummmms! Bim! Bim! Die Straßenbahn hält ruckartig an der Haltestelle „Traumende". Ich schlage unsanft auf dem Pflaster der Morgendämmerung auf. Die Gehirnchemie schaltet vom Nachtbetrieb auf Tagbetrieb um…halbwach liege ich im Bett.
Sonntagmorgen. Ich bin allein.
Nur in meinen Träumen ist S. noch manchmal hier.

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