Stiller, trauriger Abschied
[24.04.2006 I Erinnerungen an S.]
Es war eines der letzten Male, dass ich sie nach der Arbeit traf. Ich werde bei keinem anderen jemals mehr so viel empfinden wie bei dir, sagte sie, als wir zum Parkplatz schlenderten. Unausgesprochen war das Ende unserer Affäre plötzlich da, der Beginn eines stillen, traurigen Abschieds nach fast einem Jahr heimlicher Liebe. Nach ein paar Minuten Plauderei schwang sie sich auf das Fahrrad. Ich küsste sie wehmütig zwei Mal zum Abschied. Sie drehte sich noch einmal um, diese zwei Küsse von dir sind besser als alle Küsse von R. (= Ehemann) zusammen. Ich sah sie nur noch shemenhaft durch meine Tränen vom Parkplatz in die Straße einbiegen.
Es war eines der letzten Male, dass ich sie nach der Arbeit traf. Ich werde bei keinem anderen jemals mehr so viel empfinden wie bei dir, sagte sie, als wir zum Parkplatz schlenderten. Unausgesprochen war das Ende unserer Affäre plötzlich da, der Beginn eines stillen, traurigen Abschieds nach fast einem Jahr heimlicher Liebe. Nach ein paar Minuten Plauderei schwang sie sich auf das Fahrrad. Ich küsste sie wehmütig zwei Mal zum Abschied. Sie drehte sich noch einmal um, diese zwei Küsse von dir sind besser als alle Küsse von R. (= Ehemann) zusammen. Ich sah sie nur noch shemenhaft durch meine Tränen vom Parkplatz in die Straße einbiegen.
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stoppl - 6. Apr, 18:28
Nachvollziehen
Die Gefuehle bei Deiner Trennung von S. kann ich "leider" so
gut nachvollziehen. Ich moechte dir ein Gedicht von Hermann
Hesse widmen - das mich zum Nachdenken gebracht hat.
Manchmal scheint uns alles falsch und traurig
Wenn wir schwach und mued in Schmerzen liegen,
Jede Regung will zur Trauer werden,
Jede Freude hat gebrochne Fluegel,
Und wir lauschen sehnlich in die Weiten
Ob von dorther neue Freude kaeme.
Aber keine Freude kommt, kein Schicksal
Je von aussen uns. Ins eigene Wesen
Muessen wir, vorsichtige Gaertner, lauschen,
Bis von dort mit Blumenangesichtern
Neue Freuden wachsen, neue Kraefte.
gut nachvollziehen. Ich moechte dir ein Gedicht von Hermann
Hesse widmen - das mich zum Nachdenken gebracht hat.
Manchmal scheint uns alles falsch und traurig
Wenn wir schwach und mued in Schmerzen liegen,
Jede Regung will zur Trauer werden,
Jede Freude hat gebrochne Fluegel,
Und wir lauschen sehnlich in die Weiten
Ob von dorther neue Freude kaeme.
Aber keine Freude kommt, kein Schicksal
Je von aussen uns. Ins eigene Wesen
Muessen wir, vorsichtige Gaertner, lauschen,
Bis von dort mit Blumenangesichtern
Neue Freuden wachsen, neue Kraefte.



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