Dienstag, 31. Juli 2007

Abdanken

Ich bin traurig und einsam.
Die Nacht dauert schon viel zu lange.
Ich möchte abdanken von meinen Wünschen, Bedürfnissen und Träumen. Abdanken von mir selbst. Aber was würde dann bleiben?

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dhama - 31. Jul, 10:38

das verzwickte ist ja, dass die Wünsche und Bedürfnisse nicht allein unserem Erwachsenen-Ich entspringen, sondern tiefsten Schichten unserer Seelen, wo die Sehnsucht unserer inneren Kinder wohnt. Das niemals befriedigte und so lebensnotwendige Verlangen nach Wärme, Körperkontakt, gehalten werden, bedingungslos geliebt und angenommen werden.
Es gilt die beiden Ebenen vorsichtig, liebevoll und ratsamerweise mit Hilfe, auseinander zu sortieren. Lernen wir unsere inneren Kinder selbst zu versorgen, müssen sie nicht mehr bei jeder Frau/Mann verzweifelt und voll Hoffnung versuchen zu bekommen, was ihnen so lange schon fehlt...

Was verstehst du unter abdanken von dir selbst?

lovehunter - 31. Jul, 20:45

Mit deinen Worten kann ich sehr viel anfangen.
Diese Sehnsüchte kommen bei mir aus der Kindheit, wodiese Defizite entstanden sind...und leider springe ich immer wieder drauf an, wenn von außen scheinbar die Erfüllung zu haben ist. Aber ich weiß, dass ich diese "Löcher" nur selbst füllen kann. Daran arbeite ich schon einige Zeit...

Dieses ‚Abdanken’,von dem ich hier rede, hat nichts Suizidales, wie es vielleicht den Anschein hat. Ich denke vielmehr an ‚Abdanken’ im Sinne von Loslassen der Ego-zentrierten Aspekte des Selbst, um das wahre Selbst, die Essenz, nach und nach zum Vorschein zu bringen…dieser Kern, der quasi ewig ist…
Von außen nach innen gelangen, der Bestimmung näher zu kommen…
Ich kann in Worten leider nur vage ausdrücken…
liebesfrust - 31. Jul, 10:48

Ich hatte es in einem früheren Kommentar schonmal geschrieben und auch die Einträge der letzten Zeit eher skeptisch beäugt: Das Thema ist durch und du solltest es auch nicht immer wieder aufwärmen oder darin Energie und Hoffnungen investieren. Nach dem ganzen Hick-Hack sollte klar sein das diese Frau dir nicht das geben kann was du möchtest. Also solltest du das Ganze abschließen. Traurig sein gehört leider dazu. Ich weiß, es ist leicht geschrieben und schwer umzusetzen. Aber man muss sich irgendwann von allem auch wieder verabschieden. Auch von Menschen die man liebt. Irgendwann kommt der Punkt, an dem man an sich selber denken muss. Egoistisch werden. Ich mag das zwar auch nicht aber es hilft.

lovehunter - 31. Jul, 20:55

Ich habe hier eindeutig aus dem Mangelbewusstsein heraus gehandelt und mich damit begnügt, was für mich abfällt. Ich habe die Rolle des Bedürftigen gespielt...und mich dabei auch selbst verleugnet. Ich bin reif für mehr (nehme ich jedenfalls an) und ich muss mich nicht mit ein paar Häppchen zufrieden geben.
Und der Widerstand gegen die gegenwärtige Situation ist nicht mehr so groß wie er früher einmal in solchen Situation war. Ich versuche aus dieser Erfahrung zu lernen, besser auf mich zu achten, mich selbst zu lieben und meinen Selbstwert nicht aufzugeben.
Stille - 31. Jul, 12:25

Danken

Lieber L,
danke nicht ab. Be-danke Dich. Für das, was Du vielleicht sogar auch B. zu ver-danken hast. Und be-danke Dich. Dafür. Dass Du B-IST. Dass Du diese Gefühle und Wünsche, Träume hast. Denn für diese brauchst Du kein B. der Welt. Niemanden. Nur eine Hand. Und zwar. Deine eigene. Und die kann Dir auch die längste Nacht der Welt nicht nehmen.
Liebe Ge-danke-n für Dich, S.

lovehunter - 31. Jul, 21:12

Oh liebe S., ich lasse deine Worte dankbar und demütig in mein Herz sinken...ich finde Trost und Stärke in ihnen. Ich danke dir von Herzen für deine liebevolle Aufmerksamkeit...