Samstag, 13. Oktober 2007

Abschied vom netten Kerl

Jede ist beeindruckt von deiner Intelligenz, deinem Wissen, deinem Humor und deiner zurückhaltenden Art. Sie freut sich über dein Interesse an dem, was sie tut und was sie bewegt. Alle anderen Männer seien nämlich nur auf das Eine aus…
Auf die Frage, warum sie dich dann verlassen, sagen sie, dass sie es selbst nicht wissen und es wahrscheinlich irgendwann bereuen werden…
(Text aus StudiVZ.)

Diesen stereotypen Scheiß hab’ ich auch von B. und anderen Frauen gehört…
Nicht nur einmal bin ich darauf reingefallen, habe mich unheimlich geschmeichelt gefühlt und tatsächlich geglaubt, aus der Masse der Männer herauszuragen und der ideale Partner zu sein.

In Wirklichkeit ist dieses Gelaber bereits die Abschiedsrede. Selbst wenn jetzt die Alarmglocken läuten sollten, was sie in den meisten Fällen nicht tun, ist es ohnehin schon zu spät. Dieser letzte Augenblick ist definitiv der letzte mit ihr. Es gibt keine Chance mehr, sich als Mann zu optimieren, um doch noch als Lebens- oder Sexualpartner in Frage zu kommen. Das schafft man(n) nicht.

Im Nachhinein scheitert jedes Bemühen, ihr ein anderes Grundgefühl zu vermitteln, das sie binden soll. Es wird höchstens belustigt quittiert: Geh, du bist nicht der harte Typ…das bist nicht du. Nein, das nehm’ ich dir nicht ab…

Und wenn man(n) dann noch blöd genug ist, lässt man sich noch mit der Lass-uns-doch-einfach-gute-Freunde-sein-Tour gängeln, weil man(n) sich denkt, besser als nichts.

Mir ist ‚nichts’ lieber. Ich arbeite am Abschied von Mr. Nice Guy.

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