Samstag, 5. Januar 2008

Bilder als Ersatz

Häufig frag' ich mich, warum verläuft mein Leben so und nicht anders. Nämlich in die entgegengesetzte Richtung der erwünschten Erfahrungen.
Es gleicht einem Zug, der zwar hin und wieder durch schöne Landschaften fährt, aber er macht nirgends Halt, dass ich aussteigen könnte, um gegebenenfalls zu verweilen.
Ich kann nur fragen: "Wie wäre es gewesen, wenn…"
und das Nichterlebte bildhaft halluzinieren - die leere Lebensvariable so schön ausmalen, bis die irreale Abweichung zu schmerzen beginnt.

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Lilany - 5. Jan, 16:58

Meist stellt das Wollen dem Fühlen, und manchmal das Fühlen dem Wollen, ein Bein, das Bein heißt Angst - so stolpert man(n) durch´s Leben.

Zwei Optionen gibt´s dazu:
Man stellt sich der Angst - das ist die Rosskur und nur für starke Charaktere zu empfehlen oder man findet sich ab und macht weiter so, und begnügt sich ab und zu mit den Rosinen.

Freundlichen Gruß,
Lilany

lovehunter - 5. Jan, 17:00

Sich der Angst stellen - daran arbeite ich immer wieder, aber oft ist es schwierig herauszufinden, woher die Angst kommt. Selbst, wenn man es weiß, stellt sich die Frage, wie besiegt man sie.
Ich glaub', es bleibt wahrscheinlich bei der Rosinen-Taktik :)
Lilany - 5. Jan, 17:25

Ja du, ich denke auch, das die Rosinentaktik die beste Variante für dich ist, muß ich mal ganz offen sagen.

Der Weg aus der Angst ist enorm hart und auch nicht immer unbedingt notwendig und / oder erwünscht. Und ein Leben ohne die Traurigkeit und diesen bittersüßen Schmerz, wäre ganz sicher eins, bei dem dir was fehlte.
Man(n) kann sie ja auch als Quelle der Inspiration sehen.

Freundlichen Gruß,
Lilany

la-mamma - 5. Jan, 22:03

was wäre gewesen, wenn

halt ich für keine gute frage. (sozusagen für zeitverschwendung.)
ich les ja schon länger bei dir mit, und verstehen tu ich es immer weniger, warum dein leben so "in die entgegengesetzte richtung der erwünschten erfahrungen" verläuft. du kannst dich ausdrücken, du bist auf jeden fall humorempfänglich und du bist offensichtlich bereit, auch zu geben und nicht nur zu nehmen ...
- ich geb dir jetzt einen ganz lieb gemeinten tritt: vielleicht kannst du dich aufs reale leben wieder einlassen, "bemühen" mit "geschehen lassen" vertauschen, dich für die nächste frau durch eine gewisse distanz interessanter machen oder einfach auch nur wieder mehr dran glauben, dass es anders wird ...

lovehunter - 5. Jan, 23:49

DANKE...

...der Tritt ist angekommen :)
Auch dafür bin ich empfänglich, ich bin ja eh schon offen für nahezu alles...
"Geschehen lassen" ist sicherlich die richtige Handlungsmaxime. Ich glaube, ich muss dann einfach gelassener bleiben (wenn's geschieht) und nicht zu sehr bemüht sein mit dem Festhaltenwollen, was wiederum mit Verlustängsten zu tun hat...
la-mamma - 6. Jan, 16:11

und ich muss mich noch

für die anregung bedanken;-)