Frau Kapriziös

Ich saß ihr gestern bei der Geburtsfeier einer Freundin gegenüber und dachte mir:
Eigentlich ist sie ist eine hübsche und intelligente Frau, meine Arbeitskollegin. Schade ist nur, dass sie eine kaprizierte Mimosenprinzessin ist (ah, da zieht es…uih, ich glaube, das vertrage ich nicht…oh, ich fühl mich so unwohl. Ich glaub, ich lass mich im Spital durchchecken...)

Ich war zwar einmal vor mittlerweile auch schon fast 9 Jahren einmal auf einen Kaffee mit ihr – aber das war’s dann auch schon.
Denn nicht minder kompliziert ist diese Frau bei der Partnerwahl.

Das Beuteschema enthält keine Variablen, die leichte Abweichungen zuließen. In Frage kommt nur ein Mediziner (klar: sozialer Status, Geld…und bei dieser hypochondrischen Disposition erspart ein Mediziner im eigenen Haus Arztbesuche und langes Herumsitzen in muffigen Wartezimmern). Weiters darf er noch nie mit einer anderen Frau den Bund der Ehe geschlossen haben und mit seinen guten Genen darf er noch kein neues Leben gezeugt haben.
Mit einer derart millimetergenauen Eingrenzung tut sich selbst eine attraktive Frau auf dem Partnermarkt schwer.

Jetzt mit 36 geht der Frau Kollegin berechtigterweise auch schon ein bisserl das Düserl….

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