P6

Wir sind allein

Wir sind allein, wir werden immer allein sein. Welche monströse, obszöne Membran könnte uns miteinander verbinden, verstehst du, uns für immer verbinden? Die Membran der Freundschaft, die Membran der Liebe? (René Cravel)

Ich wollte nur für einen Augenblick lang dem Leben, das ich versäumt habe, verbunden sein, aber es klappte nicht. Die Traurigkeit lähmte mich. Ich lachte aus purer Verzweiflung über das Versagen. Das wollte ich Mandy nicht sagen, als sie mich fragte, warum ich lache. Aber sie spürte es ohnedies.

In wenigen Worten hatten wir unsere Lebensgeschichten erzählt. Sie küsste mich ein paar Mal und nahm mich immer wieder die Arme. Das war es eigentlich, wonach ich Sehnsucht gehabt hatte…und sie scheinbar auch.

Sehen wir uns wieder?, fragte sie. Ich denke schon, ich habe so ein Gefühl, fügte sie hinzu, ohne eine Antwort von mir abzuwarten.

Ich fuhr nach Hause und weinte.

Das schöne JETZT

Prinzipiell lebe ich ja nur im JETZT, ganz nach Buddha’s Lebensentwurf *gg*. Nur hab ich das JETZT heute noch einmal mit Anja kontaminiert, damit es schöner wird.

Das Mädel hat einen ***Griff, da muss ich alle mir zur Verfügung stehenden Mentaltechniken einsetzen, um nicht schon beim Präludium in den Himmel aufzufahren. Und zusätzlich ist sie ein eye-candy, dass es mich auf der Geraden ungebremst aushängt :)

Lust-Projekt mit Anja

Wäre dieser Tag mein letzter auf der Erde, ich würde mit einem breiten Grinsen abtreten…denn ich habe sie berührt: Anja.

Das ist verboten. Anja legte ihren Zeigefinger auf ihre roten Lippen und machte mich mit einem warmen Lächeln, das auch aus ihren Augen leuchtete, auf das Kussverbot aufmerksam. Ich bin vergeben. Dann steckte sie mir ihre Zunge ins Ohr…
Ich verfing mich in ihren blonden Haaren...und in ihrem Duft...und wäre gerne für mehr als nur für Augenblicke verloren gegangen.

Das erste meiner drei fix geplanten Lust-Projekte in diesem Monat war ein Feuerwerk. Dagegen nehmen sich die bisherigen Erlebnisse an der P6-Front wie Knallerbsen aus.

Mit Lachen, Tränen und um Atem ringend fiel ich vom Tellerrand meiner Gefühle. Sie hielt inne, weil sie dachte, ich hätte mir weh getan (süss). Dabei war ich nur wie eine Rakete explodiert und musste mich erst sammeln.

Das Projektergebnis war so überwältigend, dass ich morgen kurzerhand eine horizontale Nachbesprechung anberaumen werde... ;-)

Ganz viel Liebe

Ganz viel Liebe wünsch ich dir, von ganzem Herzen. Mit diesem Weihnachtswunsch verabschiedet mich Anna, drückt dabei noch einmal fest meine Hand.
Sie spürt meine Sehnsucht mit jeder Berührung und jedem Kuss. Jede Geste erwidert sie genau so liebevoll, obwohl wir zwei Fremde sind, die fast nichts voneinander wissen, außer unseren Körperempfindungen, die wir in uns gegenseitig erwecken.
Auch wenn ich nicht weiß, ob ich diese Liebe jemals außerhalb von mir finden werde und mir unklar ist, auf was mein Leben zusteuert, so verströmen ihre Worte dennoch etwas Tröstliches, das meine Seele wärmt.
Ihre Wertschätzung ist mein schönstes Weihnachtsgeschenk.

Ausnahmezustand

Ausnahmezustand für knapp 30 Minuten mit Andrea. Die Deprivation wird für kurze Zeit unterbrochen. Das tut dem Körper verdammt gut.
Das Schöne an P6 ist, dass ich nun Frauen berühren kann, nach denen ich mich in meinen Twens verzehrt habe. Aber immer nur wie ein Aussätziger aus der Distanz konnte ich sie mir anschauen, von ihnen träumen, ohne Chancen, als Freund (der sie auch bumsen darf) in Erwägung gezogen zu werden.
Jetzt sind sie zu haben, darin liegt eine Genugtuung. Das ist der Triumph des Geldes.

Anna pt. II

Ich liebe zärtliche Männer, sagt Anna. Die Groben erregen mich nicht! Und sie verlangt die Zärtlichkeiten förmlich, ihr Mund sucht meinen…ihre Beine knoten sich in meine, auch diesmal. Jede Berührung findet eine reaktive Entsprechung, wird erwartet…
Es gibt keine Zeit, die ablaufen könnte, obwohl wir schon längst die gekauften 30 Minuten überschritten haben. Es zählt nur die Zeit, die wir füreinander brauchen. Dadurch wird das Erlebte und Gespürte für mich authentisch.

Nieten


Wenn eine mit zwei Fingern am besten Stück des Mannes herum nestelt und es anfasst, als hätte sie es mit einem zerbrechlichen Miniatur-Goldschmiede-Kunstwerk zu tun, dann weiß ich schon: das wird nichts. Am Sonntag ist mir das wieder mal passiert, mit einer Litauerin, die vom Tuten und Blasen – im wahrsten Sinne des Wortes – keine Ahnung hatte.
Wenn ich wenigstens die Gewissheit hätte, mit meinen 75 Euro einen Beitrag für ihre Weiterbildung geleistet zu haben, dann müsste ich diese Ausgabe nicht unter "Sinnlos verplempert" verbuchen.
Jedoch, ich fürchte, die Dame wird in diesem Stil weiter dilettieren.
Zum Glück geriet ich tags darauf an eine Fortgeschrittene.

King of Zärtlichkeit


Andrea Ah, du bist ein Zärtlicher!, stellt sie nach ein paar Streicheleinheiten fest. Ich bin Kunde, ich zahle, also darf ich bei Andrea ruhig der King of Zärtlichkeit sein (auf den sie im wirklichen Leben scheißen.) Andrea ist meine P6-Frau Nummer 20 in diesem Jahr. Ein kleines Jubiläum also - und es ist ein gelunges. Behende turnt die zierliche Blondine auf mir rum. Mal hab ich ihre zarten Titten in der Hand, mal auf dem Mund, dann wieder ihre feuchte Muschi. Und wenn es einmal einen kleinen Absacker gibt...auch kein Malheur... ein paar Hübe mit dem Mund und weiter geht's. Von diesem Mädel könnte so manche Frau noch etliches lernen, nebenbei gesagt.

Anna

Erfüllte Sehnsüchte an einem kalten Novembertag wärmen zwei Herzen, die einsam sind. Anna kommt aus Bulgarien. Sie ist fremd hier. Ich bin allein.
Die Grenze des Einanderfremdseins verflüchtigt sich rasch. Die Körper können sich vereinen, schaffen eine zärtliche Aura um sich, als wären sie Liebende.
Ihr Mund fordert ständig Küsse…und meine Lippen stürzen auf ihn herab…

In brüchigem Deutsch erzählt sie hinterher, dass sie zunächst im Gastgewerbe gearbeitet hat, jedoch bald aus der Abhängigkeit ihres Dienstgebers, der diese über das Berufliche hinaus ausdehnen wollte, ausgebrochen ist. Für diese Freiheit verkauft sie nun ihren Körper. (Nach dem fünften oder sechsten Mann wird es schon anstrengend, erzählt sie.)

Sie küsst mich.

Das Erlebte, das Hautgespürte wird allmählich zu Bildern.
Ihr Duft hängt wie ein Tattoo in meiner Aura.
Anna bleibt in ihrem Zimmer (zugleich ihre Wohnung) zurück. Viele werden noch kommen. Ich werde liebevoll an sie denken.

Einsame Leere

Die deprimierendste Form der Einsamkeit, ist die Einsamkeit zwischen zwei Körpern, die das Geld zusammenführt.
Die Leere, die der Einsame mitbringt, bläht sich noch mehr auf in der Vereinigung mit der gekauften Frau.
Nicht einmal ansatzweise gespielte Zuneigung darf sich der Einsame bei diesem Geschäft erwarten…
Die postkoitale Leere katapultiert den Einsamen unweigerlich an die Grenze seiner Traurigkeit.
Irgendwann kehrt er wieder zurück zur Frau, die er kaufen kann und das schmerzliche Spiel beginnt erneut…